der Gyrocopter

Der Gyrokopter wird rechtlich als Ultraleichtflugzeug ("UL") geführt und ist seit 2003 in Deutschland zugelassen.

Ein Gyrokopter (Tragschrauber / Gyrocopter) auch Autogiro ist ein Drehflügler (grieschisch gyros - Drehung, Wendung sowie pteron - Flügel).

Alle Doppelsitzigen Fluggeräte (Gleitschirmtrikes, Drachentrikes, Flugzeuge und Gyrocopter) dürfen in Europa beim Abheben von der Startbahn ein maximales Gesamtgewicht von 450kg nicht überschreiten. 

Das Gesamtgewicht setzt sich aus Flugzeuggewicht, Betriebsmittel, Benzin, Pilot, Passagier und Gepäck zusammen.

Der Gyrokopter im Vergleich mit anderen Fluggeräten:

Der Gyrokopter hat ein nutzbare Geschwindigkeit im Flug von 30 km/h bis 160 km/h und braucht zum Starten maximal 50m und zum Landen 0-5m und ist mit einer Tankfüllung Superbenzin für 4-5 Flugstunden fernreisetauglich.

Ab 30km/h Gegenwind kann er in der Luft wie ein Hubschrauber auf der Stelle stehen. Der Gyro kann nicht wie der Hubschrauber für Bergungen eingesetzt werden, denn konstante 30km/h und mehr Gegenwind sind bei Bergungsaktionen in den Bergen aber auch im Flachland sehr selten anzutreffen.

Der Gyrokopter kostet in der Anschaffung:

die Hälfte eines Ultraleichtflugzeugs und ein Zehntel eines Hubschraubers und in der Instandhaltung ein Hundertstel (Wartungskosten wie bei einem Motorrad).

Der Gyrokopter ist absolut unempfindlich gegenüber Wind:

selbst bei Sturm von 70-90km/h Windböen - wo Paragleiter mit Motor, Drachenflieger mit Motor ("Hängegleiter-Trikes), Flugzeuge und Hubschrauber im Hangar bleiben, ist der Gyro in seinem Element. Die einhellige Meinung aller Gyro-Piloten: je mehr Wind desto mehr Spass.

Der Gyrokopter erlebt zurzeit eine Renaissance:

der Kostendruck in der privaten und kommerziellen Fliegerei zwingt auch grosse Flugzeughersteller neue und sichere Flugzeugkonzepte umzusetzen (Boeing, Carter Copter). Der Tragschrauber hat sich hier als das intelligenteste Konzept erwiesen: ein Minimum an Start- und Landeflächen, geringe Wartungskosten, hohe Effizienz. 

Zugegeben:

ein Tragschrauber ist nicht gerade billig (ca. 55.000-70.000 Euro), aber wer sich statt eines benzinfressenden Mittelklasse-SUV-PKW die letzte (fast) grenzenlose Freiheit gönnen und die Welt sehen will, der entscheidet sich immer für den Tragschrauber. Bei Haltergemeinschaften von sinnvollerweise maximal 4 Personen, ist es ein absolut bezahlbares Hobby und halb so teuer wie ein konventionelles Ultraleicht-Flugzeug.